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Uniho Herren 1: Endlich nationale Spitzenklasse
Unsere erste Mannschaft steigt erstmals in die 1. Liga, die höchste Schweizer Spielklasse auf dem Kleinfeld, auf. Dies mit einem 2:1-Erfolg in den Aufstiegsspielen gegen Sissach. Der "ewige Zweitligazweite“ belohnt sich für jahrelange Arbeit und konsequente Weiterentwicklung und steigt in die 1. Liga auf. Drei Jahre nach dem ersten Versuch in der Vereinsgeschichte, wo man Brig letztendlich klar unterlegen war, folgte gegen Sissach der ganz grosse Coup.
Auch diese Saison zeigte Derendingen in der Ligaphase teilweise durchwachsene Leistungen, schwächelte erneut vor allem gegen Teams aus der unteren Tabellenregion und klassierte sich letztendlich – einmal mehr – auf dem zweiten Tabellenrang der 2. Liga Gruppe 2 – hinter Wangen bei Olten und vor den lokalen Konkurrenten aus Bellach und Lohn. Als schweizweit bester Gruppenzweiter zog man dennoch als Nachzügler in die Aufstiegsspiele ein – und traf dort auf einen Gegner, der in der höchsten Liga den Klassenerhalt bis zur letzten Runde in den eigenen Händen hatte.
Noch zu wenig clever
Spiel 1 zuhause in der Mitte Derendingen startete noch einigermassen verhalten und schnell lag man 0:3 im Hintertreffen. Auch der Funke auf die Zuschauer war noch nicht ganz übergesprungen – beides sollte sich in der Folge drastisch ändern. Rund 30 Minuten brauchte man, um sich an das höhere Tempo zu gewöhnen, gewisse Dinge zu adaptieren und so richtig in den Playoffs anzukommen. Zehn Minuten vor Ende lag man gar 7:5 in Führung, nur um dann aufgrund von einigen Strafminuten und zu wenig eigener Cleverness doch noch mit 9:11 als Verlierer vom Platz zu gehen.
Trotz der Niederlage war schnell allen klar: In dieser Serie war dieses Jahr Grosses möglich.
Überspringender Funke
Aufgrund der Ostertage fanden die Spiele 2 und 3 mit zwei Wochen Pause statt – Zeit genug, um das Spiel zu analysieren und sich perfekt auf den Kontrahenten einzustellen. Und das zeigte Wirkung: Im Rückspiel lag man nach 23 Minuten mit 6:1 in Front, im 3 gegen 3 hatte man den Gegner die komplette Serie im Griff und kassierte in insgesamt 180 Spielminuten nur zehn Gegentore. Dass es auch in Spiel 2 zum Ende nochmals knapp wurde, lag erneut an einer veritablen Strafenflut des teilweise unglücklich agierenden Schiedsrichters – alle drei Partien waren trotz insgesamt 48 Strafminuten äusserst fair. Das 9:8 zum Schluss war dennoch mehr als verdient, weil Derendingen über weite Strecken das viel bessere Team war. Und ein tragender Faktor darf nicht ausser Acht gelassen werden: Die mit einem Car angereisten Fans sowie viele weitere Zuschauer verwandelten die Partie zu einem echten Heimspiel und halfen gerade in schwierigen Situationen, fokussiert zu bleiben. Der Funke war definitiv übergesprungen: von der Mannschaft auf die Fans – und umgekehrt!
Ausverkauftes Haus
Etwas mehr als 24 Stunden später kam es zur Finalissima in der proppenvollen Mitte. 313 Zuschauer wurden gezählt, gefühlt waren es gar noch einige mehr, die das heimische Gefilde mit Pauken und Trompeten in einen wahren Hexenkessel verwandelten. Getragen von dieser Kulisse startete Derendingen geduldig, abgeklärt und taktisch brillant in das alles entscheidende Spiel. Ganze 17 Minuten dauerte es bis zum viel umjubelten Führungstreffer und auch vom 2:3-Pausenrückstand liess man sich keineswegs aus der Ruhe bringen.
Denn was dann folgte, darauf wartete man seit der Vereinsgründung im Jahre 1992. 3:3 in der 41. Minute, 4:3 nach 49 Minuten und 5:3 in der 54. Minute. Die Halle bebte. Es kam, wie es kommen musste: Trotz teilweise doppelter Unterzahl in den letzten fünf Spielminuten war Verlass auf die meisterhafte Defensivleistung und dieses unbändige Selbstverständnis, hier als verdienter Aufsteiger aus der hochstehenden Affiche zu gehen.
Konsequente Jugendarbeit
Derendingen steigt das erste Mal in die 1. Liga, die höchste Schweizer Spielklasse, auf und gehört damit zu den 20 besten Kleinfeld-Teams der Schweiz. Es war ein langer Weg, der spätestens mit dem grösseren Umbruch vor vier Jahren und der damit verbundenen Übergabe an die nächste Generation begonnen hatte. In der Folge klassierte man sich dreimal als Gruppenzweiter, nahm zweimal an den Aufstiegsspielen teil und belohnte sich nun mit dem ganz grossen Erfolg. Grundlage dafür ist die konsequente Jugendarbeit. 7 Juniorenteams mit über 100 Juniorinnen und Junioren stellt Derendingen – ein Angebot, das in der Region einzigartig ist –, hinzu kommt das schweizweit einzigartige Angebot für unsere 4–5-jährigen G-Junioren. Ein Weg, der sich auszahlt: Auch in der Aufstiegsmannschaft stammen 11 von 13 Spielern aus dem eigenen Nachwuchs!
Ein grosses Dankeschön gilt euch allen: unseren Spieler*innen und Trainer*innen aller Mannschaften, unseren Fans, Unterstützenden, Sponsoren sowie den Familien unserer Junior*innen. Ihr prägt unseren Verein – auf und neben dem Feld, in Spielen und Trainings – und macht ihn zu etwas ganz Besonderem.